Umgang mit außergewöhnlichen Bewusstseinserfahrungen in der Psychotherapie

  • Harald Piron
Schlüsselwörter: außerkörperliche Erfahrungen, Verstorbene aus dem Jenseits, Außerirdische, Relativität der Wirklichkeit, seelische Gesundheit und Entwicklung

Zusammenfassung

Es kommt vor, dass Klienten einen Psychotherapeuten aufsuchen, weil sie sich von Erlebnissen überfordert fühlen, die nicht so einfach mit dem allgemein üblichen Weltbild, dem eigenen alltäglichen Realitätssinn oder dem personalen Ich-Gefühl vereinbar sind. Die Frage, die sich dem Therapeuten früher oder später stellt, ist jene der Zurechnungsfähigkeit des Klienten. Hat er vielleicht Drogen konsumiert oder gar eine Psychose? Ein anderes Problem stellen die Konkretisierung des Leidensdrucks und die Differentialdiagnostik dar. In diesem Artikel geht es in erster Linie um die Art von Hilfe, die der Klient benötigt, um besser mit außergewöhnlichen Erfahrungen oder Bewusstseinszuständen umgehen zu können. Im Idealfall kann er sie einfach integrieren, ohne sich mit ihnen zu identifizieren. Verschiedene therapierelevante Kategorien außergewöhnlicher Erlebnisse werden phänomenologisch beschrieben und therapeutische Impulse angedeutet.

Autor/innen-Biografie

Harald Piron

Harald Piron, Dr. phil., studierte Psychologie in Trier und promovierte zum Thema „Meditationstiefe“. Approbierter Psychotherapeut mit Niederlassung in Bonn, Ausbildungsabschlüsse in VT, REVT, transpersonaler Körperpsychotherapie, Psychosynthese, Weiterbildungen unter anderem in MBSR. Meditation seit 1985 (unter anderem Kontemplation und Mahamudra), 12 Jahre Vorsitzender der Society for Meditation and Meditation Research, seit 2006 Leiter des KV-anerkannten Qualitätszirkels „Meditationsbasierte Psychotherapie“. Mitherausgeber und Autor zahlreicher Publikationen zu Meditationsforschung und Psychotherapie (unter anderem Meditationstiefe und Transpersonale Verhaltenstherapie). www.institut-tipp.de

Veröffentlicht
2024-04-01