Ich-Grenzbewusstsein und Psychotherapie

Mit einer Holzfigur auf eine mentale Reise gehen

  • Klaus Blaser
Schlüsselwörter: Aufmerksamkeit, Innenwelt, Ich-Grenze, Dissoziation, Spiritualität, Psychotherapie

Zusammenfassung

Wie können unterschiedliche Bewusstseinszustände räumlich dargestellt, bewusst induziert und erlebt werden? Dies ist z. B. mit der dreidimensionalen Grenzvisualisierungsmethode möglich, bei der primär mit Hölzchen die psychische Ich-Grenze dargestellt wird. Erfahrungen in der klinischen Praxis haben gezeigt, dass dies sehr oft gelingen kann. Im Folgenden werden die Grenzdarstellung und das interpersonelle Aufmerksamkeitsmodell erläutert und der Unterschied zwischen der horizontalen und vertikalen Aufmerksamkeitsbewegung wird geschildert. Es wird beschrieben, worauf die Therapeutin, der Therapeut während der Anleitung einer Grenzvisualisierung besonders achten muss und welche Rolle die Flexibilität unserer Aufmerksamkeit für das psychische Wohlbefinden spielt.

Autor/innen-Biografie

Klaus Blaser

Klaus Blaser, Dr. med., ist Gründer und Leiter des Center for Applied Boundary Studies in der Schweiz, psychiatrische und psychotherapeutische Tätigkeit in eigener Praxis in Basel. Seit vielen Jahren erforscht er die psychische Ich-Grenze, die den zwischenmenschlichen Austausch (So bin ich – und du bist anders, Klett-Cotta, 2023), den Perspektivenwechsel in Bezug zur eigenen und fremden Innenwelt wie auch die transzendente und vertikale Dimension ermöglicht (Vom Loslassen und Aufsteigen, Schattauer, 2023). Er leitet in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden Seminare und Weiterbildungen zum Thema Ich-Grenzbewusstsein und bildet diesbezüglich Ärzte, Psychologen, Körpertherapeuten wie auch Lehrer, Sozialpädagogen und Berufstätige im theologischen Bereich aus.

Veröffentlicht
2023-07-01